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Ganz allgemein gesagt nehmen wir laut unserer Satzung die Interessen der Einwohner des Stadtteils Nürtingen-Roßdorf wahr und diese betreffen sowohl die Menschen, als auch ihre Umwelt im Roßdorf.
Im einzelnen kann man die Aufgaben den folgenden Sachgruppen zuordnen:
Information über den Stadtteil betreffende Belange Gemeinschaftspflege durch informative, kulturelle und gesellige Veranstaltungen und nicht zuletzt solche mit kommunalpolitischen Aspekten.
Verschönerung und Erhaltung des Stadtteils, seiner Einrichtungen und Anlagen (soweit damit keine hoheitlichen Aufgaben übernommen werden).
Karitative oder humanitäre Unterstützung für Dritte, bei besonderer Hilfsbedürftigkeit.
Zur Information:
Mit der "Roßdorf-Post" erhalten Sie monatlich ein Blatt, welches Sie über kommunale, kirchliche, gesellschaftliche, kulturelle und vereinseigene Planungen, Vorhaben, Angebote und
Veranstaltungen auf dem laufenden hält, soweit diese das Roßdorf betreffen oder tangieren, und in dem die Bürgervereinigung zu aktuellen Ereignissen unseres Stadtteils Stellung bezieht. Auch Sie,
liebe Leserinnen und Leser, können durch Leserbriefe und Beiträge Ihre Meinung kundtun und so an der Gestaltung Ihrer Ortsteilzeitung mitwirken. (Redaktionsschluss für eine Ausgabe ist der jeweils
6. des Vormonats) Die Mitglieder der Redaktion der "Roßdorf-Post" arbeiten ehrenamtlich und ohne professionellen Hintergrund und wenden einen beträchtlichen Teil ihrer Freizeit dafür auf,
dass das Blatt pünktlich erscheinen kann.
Die Zeitung finanziert sich aus Anzeigenwerbung und Inseraten, einem Zuschuss der Stadt Nürtingen und durch Ihre Spenden von selbst, und engagierte MitarbeiterInnen tragen sie kostenlos aus.
Wir alle leben heute in einer gut informierten Gesellschaft. Über eine Vielzahl von Medien bricht tagtäglich eine Flut von Informationen aus der weiten Welt über uns herein, die in ihrer Masse
erdrückend und oftmals schwer verdaulich sind. Als Folge davon schotten wir uns ab oder stumpfen ab. Was Wunder, dass manche Zeitgenossen die "Roßdorf-Post" als "Käsblättle"
abstempeln und diese ungelesen in den Papierkorb wandert, weil darin die großen und spektakulären Ereignisse fehlen. Ist es aber nicht wichtiger, so meinen wir, dass jemand die Dinge aufgreift, die
sich vor unserer Haustüre abspielen, die Sie oder Ihre Nachbarn betreffen, die Grünanlagen vor Ihren Fenstern, den Wald neben Ihrem Haus, die Einkaufsmöglichkeiten in unserem Stadtteil und die
Kommunikationsangebote, die es uns ermöglichen, von der "Glotze" weg uns auf Mitbewohner
zuzubewegen?
Damit kommen wir zum nächsten Anliegen unserer Bürgervereinigung, der
Gemeinschaftspflege:
Ein so schnell gewachsener Stadtteil wie das Roßdorf, mit mehreren tausend bunt zusammengewürfelten Einwohnern in Siedlungs- und Hochhäusern läuft Gefahr, zur anonymen, seelenlosen Wohnmaschinerie
abgestempelt zu werden. Dem möchten wir entgegenwirken dadurch, dass wir das Gemeinschaftsgefühl im Roßdorf stärken, dass wir den Stadtteil als unser Roßdorf erleben, an dessen Gestaltung wir
aktiv mitwirken können. Darüber hinaus wollen wir gemeinsam für die Würde der hier oben wohnenden Menschen eintreten, indem wir die sozial Schwachen und Ausländer in unser Gemeinschaftsleben
einbeziehen. Kommen Sie deshalb zu unseren geselligen Veranstaltungen und lernen Sie Ihren Nachbarn und Mitbewohner kennen bei der "Roßdorf-Hocketse", beim "Törggelen", beim
"Mutschein", beim Maitanz und der Maiwanderung (vielleicht auf dem von uns gerichteten und ausgeschilderten Kelten-Wanderweg im
Kirchert-Wald), oder der Wanderwoche in Südtirol; wir haben Riverboat-Parties, Stadtteil-Jubiläumsveranstaltungen, Kegel- und Schachturniere durchgeführt, mal mit gutem, mal mit mäßigem Erfolg, und manche Veranstaltung kann mangels Resonanz nicht mehr
wiederholt werden. Wir sind nicht in der Lage, die große, kostspielige Show zu bieten; das wollen wir auch nicht, denn wir sind der Auffassung, dass der Austausch untereinander, das Miteinander in
gut nachbarschaftlichen Beziehungen, die Förderung des Verständnisses für Fremdartiges unter den Roßdorfern im Vordergrund stehen sollten; und dafür bieten wir den "kleinen Rahmen" (der
für die Ausrichter trotzdem viel Engagement und Arbeit abverlangt).
Recht guten Anklang fanden die durchgeführten kulturellen Veranstaltungen, teilweise in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule wie: landeskundliche Vorträge (Südtirol, Malta, Kanadas Westen),
Sternführungen, Theater- und Museumsbesuche, musikalische Nachmittage und Konzerte, Mundartabend u.v.a. Wir werden weiterhin um ein abwechslungsreiches Programm bemüht sein und sind für Ihre
Anregungen und Beiträge sehr dankbar.
Mit als wichtigsten Punkt unserer Arbeit im Rahmen der Gemeinschaftspflege sehen wir die Meinungsfindung und Meinungsbildung für noch ungelöste, jedoch geplante, den Stadtteil Roßdorf betreffende
Vorhaben kommunaler oder überregionaler Träger an.
Wir wurden aktiv bei Bürgeranhörungen (z.B. Verhinderung der Bebauung der ehemaligen Nanzwiese), hielten Informationsveranstaltungen ab (z.B. zum Umbau der Gemeinschaftsantenne), veranstalteten
Podiumsdiskussionen (Asylbewerberwohnheim, Hochspannungsleitung) und führten Unterschriftsaktionen gegen eine Mülldeponie im Kirchert-Wald durch, sowie wurde zusammen mit der "NBI", der
"Nürtinger Bürgerinitiative gegen Hochspannungsleitungen über Wohngebieten", in deren Organisationsausschuss wir vertreten sind, eine Aktion durchgeführt, bei der weit über 5.000
Unterschriften gegen die Führung der Hochspannungstrasse über Nürtinger Wohngebiete gesammelt und an das Regierungspräsidium weitergereicht wurden.
Demokratie lebt von unten, von der Basis her und die "BVR" sieht sich (als organisierter Teil der Basis) als Vermittler zwischen Bürgern und Stadtverwaltung auch hinsichtlich der
Verschönerung und Erhaltung des Stadtteils:
Selbst Fassaden von Betonhochhäusern lassen sich gestalten und müssen nicht in tristen Grau einer "Bunkermentalität" ausstrahlen. Auf Initiative der BVR wurde 1988 E. F. von Garnier aus
Wiesbaden zu einem Dia-Vortrag in das Gemeinschaftshaus eingeladen im Zusammenhang mit einer neuen Farbgestaltung bei der Sanierung von Hochhäusern. Anwesend waren auch OB, Stadtverwaltung und
Stadtbauamt. Als Ergebnis erhielt v. Garnier von der Stadtverwaltung den Auftrag, ein entsprechendes Konzept für den Stadtteil Roßdorf zu entwerfen, das dann für die Hochhäuser am Rubensweg, an
der Rembrandtstraße und am Dürerplatz nach und nach verwirklicht wurde. Ein Stück mehr Lebensqualität, initiiert von Ihrer BVR.
Unzählige Male wurden wir (oftmals auf Ihre Anregungen hin) tätig bei vielen sogenannten Kleinigkeiten, die sich in ihrer Gesamtheit sehen lassen können: Aufstellen von Sitz- und Ruhebänken,
Aufstellen überdachter Buswartehäuschen, Anbringen von Geländern an Treppen in den Anlagen, Entfernen von Verkehrsschildern, wo sie sich als unzweckmäßig erwiesen, Anbringen neuer Schilder, wo
eine Regelung erforderlich wurde, Ausgestaltung des Gemeinschaftshauses, Säuberungsaktionen in den umliegenden Waldstücken, Einrichtung von Geschäften, Läden und Marktständen,
Abfallcontainer-Aufstellung und Sauberhaltung der Plätze, Mitwirkung bei Umweltfragen und einiges mehr. Handelte es sich hierbei um Anregungen, die durch die Finanzkraft der Stadtverwaltung oder
kommerzieller Interessenten realisiert wurden, so haben wir auch einen bescheidenen Fundus zur Verfügung für
Karitative und humanitäre Hilfe bedürftiger Dritter.
Die Bürgervereinigung hat sowohl Einzelpersonen im Roßdorf, wie auch Hilfsorganisationen bzw. -Vereinen in Nürtingen Geldzuwendungen zukommen lassen, aber auch unsere Rossdorf-Jugend wurde mit
einer Spende für das "Pegasus" im Stephanushaus bedacht.
Was bleibt zu tun?
Neben den Routineveranstaltungen wollen wir schwerpunktmäßig den Mittelpunkt unseres Stadtteils, den Dürerplatz, weiter ausgestalten und verbessern helfen. Auch die
Wiese vor dem Hochhaus Liebermannstrasse 1 ist ein Areal, welches sich gestalterisch aufwerten lässt, besonders dann, wenn die Stromleitung darüber verschwunden ist. Haben Sie auch dazu eine Idee?
Als gemeinnütziger Bürgerverein, dessen Mitglieder sich überwiegend aus Roßdorfer Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzt, sind wir auf ihre Ideen und Ihre Mitwirkung angewiesen. Sprechen Sie uns
an, schreiben Sie uns, werden Sie Mitglied oder lassen Sie uns eine Spende zukommen (Kontonummern im Impressum jeder Rossdorf-Post), damit wir für unser Roßdorf weitere Verbesserungen in der
Lebensqualität erreichen können.
Und helfen Sie uns vor allen Dingen dabei mit, das bereits Erreichte und die Natur in und ums Roßdorf durch pflegliche Behandlung zu erhalten.
Ihre Bürgervereinigung